A grand day out

Abwarten_und_Tee_trinken

Also ein schoener Tag im Gruenen -> Link :). Ich hatte frei und geplant war etwas Wandern mit Kurt. In WuLai, dort gibt es heisse Quellen im Fluss und man kann darin baden. Eine optimale Kombination.

Leider klappt nicht immer alles auf Anhieb: Erst war das Wetter saumaessig. Trotzdem, wenigstens einen Kaffee koennten wir ja trinken. Wird schon nicht so schlimm werden?

Nein: Es wurde schlimmer! Kaum wollten wir mit dem Auto aus der Stadt raus: Die Ladekontrolllampe geht an. Kurz darauf: Temperaturanstieg: Binnen Sekunden ist das Kuehlwasserthermometer am Anschlag. Mist! Irgendwas ist mit der Lichtmaschine. Also an der naechsten Ausfahrt: Runter von der Schnellstrasse, das Auto an den Rand, erst mal auskuehlen lassen und eine Werkstatt suchen. Die Erste ist auch gleich gegenueber unseres unfreiwilligen Parkplatzes, der hilfsbereite Inhaber ist leider auf Reifenwechseln spezialisiert und schickt uns zu einer Suzuki-Vertragswerkstatt, etwa einen Kilometer geradeaus und dann links. Dorthin gelangen wir mit dem Taxi, zurueck mit dem etwas klapprigen Wagen des Mechanikers, der auch gleich erkennt, dass da einer der Keilriemen fehlt (Suzukis haben offenbar und unerklaerlicherweise mehrere davon, jedoch nicht redundant). Das macht aber nix, wir koennen den Kilometer bis in die Werkstatt auch ohne diesen fahren. Glueck gehabt und die Abschleppaktion gespart.

Wir sind in XiaoBiTan, so komme ich endlich auch mal dorthin. Bisher habe ich auf Nachfrage immer als Antwort erhalten, dass es dort nix Interessantes zu sehen und zu tun gebe und man sich deshalb einen Besuch sparen koenne. Nun, jetzt wissen wir es besser: Es gibt freundliche Automechaniker und eine Suzuki-Werkstatt. Und leckeres Essen:

Wir duerfen naemlich erst mal Mittag essen gehen! Eigentlich haetten wir ja in WuLai Atayal-Style essen wollen. Ein andermal. Wir haben Glueck im Unglueck und entdecken einen Laden mit Yunnan-Futter (also sehr westchinesisch, Yunan liegt an der Grenze zu Vietnam oder so aehnlich). Ein Curry fuer Kurt, eine Laksa-aehnliche Nudelsuppe mit Shrimps fuer mich und zusammen noch zwei vietnamesische Fruehlingsrollen. Wir haben uns von den Maedels am Nebentisch auf dem Bestellzettel zeigen lassen, was sie essen… Dazu noch Suppe und Wintermelonentee aus den Selbstbedienungstoepfen.

Neben der Garkueche ist eine UBahnbaustelle, ganz Taipei wird gerade durchloechert wie ein Schweizer Kaese; hier wird die S-Bahn-Linie zum internationialen Flughafen TaoYuan gebaut! Nicht schlecht: Demnaechst wird es also eine Direktverbindung von LinKou zun Yunnan-Restaurant geben…

Das Auto ist noch nicht fertig, als wir wiederkommen, aber wenigstens schon mal aufgebockt. Die naechsten 2h wird sich der Mechaniker um unser japanesisches 3D-Puzzle kuemmern und versuchen, da einen neuen Keilriemen reinzupfriemeln. Was ihm schliesslich auch gelingt. Inzwischen hat er die Reste des alten, der eigentlich gar nicht so alt ist, irgendwo im Motorraum gefunden: Er ist abgerissen, ansonsten sieht er nicht verschlissen aus. Das liegt wohl an der Lichtmaschine, die auch noch nicht so alt ist, aber Verschleisserscheinungen zeigt. Die sollten wir bei Gelegenheit, aber unbedingt, mal ersetzen, sonst wird das Malheur mit dem Keilriemen bald wieder passieren.

Ein paar Kaffees (ein ordentliches Wartezimmer hat eine Espresoomaschine!) und ein paar Tassen Tee spaeter und nachdem auch noch etwas Hydraulikoel fuer die Servolenkung nachgefuellt wurde (bei der Arbeit mit der Brechstange ist der Deckel des Vorratsbehaelters versehentlich abgegangen und es gab etwas Sauerei) duerfen wir das Auto wieder in Empfang nehmen. Das Schreiben der Rechnung dauert nochmal eine halbe Ewigkeit (gefuehlt eine Ganze), dafuer bekam Kurt bei deren Empfang dann auch noch einen tuechtigen Schreck: 25 Euro (1044NT$) fuer die ganze Aktion. Gerechnet hatten wir mit dem 5-Fachen. Mindestens. Wieviel hat eigentlich dabei der Keilriemen gekostet? Und wovon werden die 5 Leute, die waehrend unseres Werkstattaufenthalts noch (vermutlich untaetig) in der Gegend rumstanden, bezahlt?

Jetzt aber: Auf nach WuLai (nachdem wir uns beim freundlichen Autoreifenmechaniker nochmals bedankt haben)! Mittlerweile hat es zu Regnen aufgehoert und manchmal schaut sogar die Sonne durch die Wolken.

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